Die Lebensweise der Aborigines – Vorführung

Nach der schönen Zeit mit den Grundschulkindern in der ersten und zweiten Stunde wurden wir herzlichst eingeladen, zusammen mit den Grundschulkindern und unseren Austauschpartnern eine traditionelle Performance eines Aborigine anzuschauen. Wir waren alle von der Idee begeistert und machten uns in der fünften Stunde auf den Weg zum Theaterraum der Schule.

Nachdem wir alle Platz genommen hatten, begann die Performance. Der Aborigine trug nur einen Lendenschurz und war am ganzen Körper bemalt. Er erzählte uns etwas über die traditionellen Waffen, wie z.B. Speer, Schild oder Bumerang und deren Einsatz. Alle Waffen waren größtenteils aus Holz. Um einen perfekten Bumerang zu schnitzen, braucht man einen wie einen Ellenbogen geformten Ast.

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Manchmal mussten die Aborigines sogar quer durch das Outback Australiens laufen, um den richtigen Klebstoff zu finden, damit die Speerspitzen auf dem Speer kleben.

Nachdem wir alles Wichtige über die Jagd der Aborigines erfahren hatten, wurden uns ein paar Tänze vorgeführt, wobei ein paar von uns die Aktionen auf der Bühne mitgestalteten. In den Tänzen waren Bewegungen von australischen Tieren wie dem Emu oder Kanguru integriert. Diese Aktion wurde auf dem Didgeridoo begleitet. Ein Didgeridoo ist ein Musikinstrument, welches die Aborigines seit mehr als tausend Jahren benutzen, um Musik zu machen. Es ist ein hölzernes Blasinstrument, bei dem man mithilfe von verschiedenen Mundbewegungen hohe und tiefe Töne erzeugen kann. Kein Didgeridoo ähnelt dem anderen, denn man schnitzt es aus dem Baumstumpf einen Baumes und jedes Didgeridoo hört sich anders an.

Zum Schluss wurde uns gezeigt, wie man mit ein bisschen Heu, einem Stock, ein paar Holzspänen und Baumrinde Feuer macht: zuerst macht man ein kleines Loch in die Baumrinde und legt ein paar Holzspäne hinein. Dann steckt man den Stock in das Loch und fängt an, durch schnelle Handdrehbewegungen den Stock zu drehen. Wenn man die Hände bewegt, muss man darauf achten, dass der Stock nicht aus dem Loch rutscht, indem man den Stock beim Drehen immer nach unten drückt. Sobald die Späne anfangen zu glühen, nimmt man das Heu und wickelt es um die Rinde. Man sollte aber daran denken, einen kleinen Teil der Rinde frei zu lassen wo man sie festhalten kann, ohne sich später die Hände zu verbrennen. Wenn man das gemacht hat, braucht man nur noch ein paar mal in den „Heuball“ zu pusten und blitzschnell wird eine große Feuerflamme entfacht. Bei der gesamten Aktion fungierte ich als Assistent.

Mit einem großen Applaus bedanken wir uns für die Vorstellung und machten uns zusammen mit unseren Austauschpartnern auf den Weg nach Hause.

Joost Lübben

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Besuch der Primary School

Heute, am 1.April, wurden neben den auch in Australien stattfindenden Spässen zum Aprilanfang auch neue Erfahrungen am Lumen Christi College in Pambula gesammelt. Dort haben wir unter Anderem die Grundschule des Colleges besucht und im Anschluss daran einen weiteren Einblick in die Kultur der Aborigines erhalten.

In den ersten beiden Sunden des heutigen Schultages trafen wir uns alle vor dem Grundschuleingang am Lumen Christi College und  wurden danach in zwei Gruppen aufgeteilt, um am Unterricht der Jahrgangsstufen 2 und 4 teilzunehmen. Die Kinder waren erfreulicherweise sehr gespannt auf den deutschen Besuch und es wurde schon beim ersten Kennenlernen viel gelacht, da uns eines der bekanntesten australischen Kinderbücher vorgestellt wurde. Dieses handelt von großen australischen Städten, einheimischen Tieren und traditionellen Gerichten.
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Die Gerichte probierten wir danach auch, da uns die Kinder der 4. Klasse Lemingtons, Pavlova (beides Kuchen) und Toast mit Vegemite (ein australischer Brotaufstrich) vorbereitet hatten, welche wir auch mit Freude probierten. Allerdings trafen einige australische Gerichte nicht ganz den Geschmack der deutschen Schüler, wie z.B. das Vegemite Sandwich, da Vegemite nach konzentrierter Gemüsebrühe schmeckt. Außer einigen, wenigen Vegemite Sandwiches, blieb fast nichts übrig.
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 „Lecker“… Vegemite
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Danach setzten wir uns wieder in den Klassenraum auf unsere kleinen Stühle und hörten nun ein paar deutsche Kindergeschichten, die von Lucy und Cara vorgelesen wurden. Die australischen Kinder sollten im Anschluss daran über den Inhalt der Kindergeschichten spekulieren und sie konnten sich fast jedes Detail der vorgetragenen Werke erschließen. Danach wurde noch eine selbstverfasste Geschichte von einer der kleinen australischen Mädchen vorgetragen, was alle zum großen Staunen über die Schreibkünste  der Grundschüler veranlasste.
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Anschließend verabschiedeten wir uns mit einem großen Applaus und einem großen Dankeschön von den Grundschülern und gingen zurück in unseren regulären Unterricht.
Joshua Timmerhues

Bundian Way

Der Tag begann mit einer Autofahrt zur Schule. Daraufhin trafen sich alle deutschen Schüler, die australischen Schüler und die Lehrer im Amphietheater, um das Tagesprogramm zu besprechen.

Es war ein sehr sonniger Tag, also organisierten wir uns alle Hüte zum Schutz gegen die Sonne. Denn hier ist bekannterweise die Sonneneinstrahlung sehr intensiv.

Wir stiegen in den Bus und fuhren zum Strand in der Nähe von Eden.  Dort waren wir mit einem „elder“ und weiteren Aborigines verabredet.  Wir bildeten zwei Gruppen, da wir ca. 44 Schülerinnen und Schüler waren.

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Meine Gruppe, die ,,Burri“, das heißt übersetzt Känguru, ging zuerst begleitet von vier Aborigines (zwei davon Jungen) durch einen Waldweg über eine kleine Brücke zu einer großen runden Sandfläche. Um die Sandfläche herum standen Holztribünen. Der „elder“, als Betroffener der ,,stolen generation“, erzählte von den Bräuchen und Traditionen der Aborigines. Er zeigte uns, wie man mit einem Bumerang und einem Speer jagen kann. Anschließende berichtete er uns, dass man, wenn man ein Tier wie ein Kanguru fangen will, es zunächst schwächen muss. Deshalb wirft man einen Bumerang in einer Höhe, um ihm die Beine zu verletzten. Das erleichtert das anschließende Fangen. Das hörte sich zuerst ziemlich brutal an, aber jeder braucht Nahrung.

Dann präsentierte ein etwas jüngerer Mann das Didgeridoo. Uns wurde erklärt, dass Frauen das Didgeridoo aus traditionellen Gründen nicht spielen dürfen. Das Didgeridoo war schön verziert, es sah nach viel Arbeit aus. Einer der Aborigines hat es selbst gemacht.

Nachdem er uns noch einmal zeigte, wie man auf dem Didgeridoo Töne produziert, durften die Jungen es versuchen.

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Timon versuchte es als Erster und bekam direkt gut klingende Töne heraus. Der „Instructor“ war äußerst überrascht, denn Timon war der erste Schüler überhaupt, der direkt einen guten Ton erzeugen konnte. Das hatten sie noch nie erlebt! Nach ihm trauten sich auch andere Jungs und alle schafften es, ein paar Töne zu erzeugen.

Im zweiten Teil fuhren wir ein kurzes Stück mit dem Bus, um zum  „Bundian Way“ zu gelangen. Der komplette „Bundian Way“ ist ein Pfad, der 300 km lang ist und schon vor langer Zeit von Aborigines genutzt wurde. Die offizielle Eröffnung des Pfades ist für nächste Woche terminiert, so dass wir uns glücklich schätzen konnten, „Pioniere“ zu sein.

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Wir sind ca. 2 km von dem Pfad gewandert. Er führt einen Hügel hinauf, von dem aus man einen fantastischen Blick auf die Bucht hat. Wir gingen langsam den Pfad entlang und stoppten zwischendurch, um die wundervolle Umgebung zu betrachten und den Worten der Aborigines zu lauschen. Die Aborigines erzählten uns, wie ihre Vorfahren früher in der Umgebung gelebt hatten, wie sie Wale gefangen haben und das es in dieser Umgebung Schlangen und Spinnen gäbe, von denen man lieber Abstand halten sollte. Sie zeigten uns, wo einige Kilometer entfernt die Navy einen Stützpunkt hat. An diesem Ort wurden früher Wale gejagt, was aber heute nicht mehr möglich sei.

Danach  kamen wir wieder an dem Strand an, wo die andere Gruppe schon auf uns wartete. Es war ein Barbecue Lunch vorbereitet und alle aßen sich satt. Zwei der Gastmütter waren so nett, ihre Zeit zu opfern, um für uns die Essensvorbereitungen zu übernehmen.

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Anschließend wurden noch traditionelle Tänze vorgeführt. Zwei Jungen des LCCC wurden begleitet von zwei Didgeridoos und einem Sänger. Insgesamt wurden drei Tänze  aufgeführt: ein Willkommenstanz, ein Jagdtanz und ein Abschiedstanz.

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Es war ein toller und lehrreicher  Tag.

 

 

Hanna Horstmann und Jakob Baldauf

Assembly

Heute ist unser zweiter Schultag am Lumen Christi Catholic College(LCCC). Die Schule beginnt um 9:00. Für die ersten zehn Minuten gehen wir mit unseren Austauschpartnern in die entsprechenden Tutorgruppen. Danach haben wir zwei Schulstunden, die je 50 Minuten dauern.

Während der zweiten Stunde wurden wir in die Sporthalle, die gleichzeitig als Aula dient, gerufen. Dort bereiteten wir die anstehende Versammlung vor. Um 10:40 begann sie.

Am Anfang der Versammlung, an der alle Schüler der Schule teilnahmen (ca. 750), wurden die Traditionen der Aborigine anerkannt. Danach wurden wir als deutsche Gäste von Mrs Watters und den anderen Schüler, die Reden vorbereitet hatten, begrüßt. Während dieser Begrüßung wurden wir alle mit Namen aufgerufen und mussten aufstehen. Danach durften wir uns wieder setzen.

Einige der deutschen Schüler saßen auf der Bühne und stellten das Pascal-Gymnasium und unsere Region vor.

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Dann begrüßte uns auch der Schulleiter Mr. Centra und hielt eine inspirierende Rede. In dieser sprach er von seinen Hoffnungen bezüglich der zukünftigen Beziehung zwischen dem Pascal-Gymnasium und dem LCCC. Am Ende sangen wir die deutschen und australischen Nationalhymnen.

 

Timon Dewulf

Willkommen am Lumen Christi Catholic College, Pambula

Als wir nach einer langen, anstrengenden Zug- und Busfahrt gegen 21.00 Uhr in Pambula ankamen, wurden wir von den Gastfamilien und der Deutschlehrerin überaus herzlich empfangen. Durch die vielen, schönen Plakate und den Klang des Didgeridoo war unsere Müdigkeit wie weggeblasen. Die Deutschlehrerin, Mrs. Watters, hielt eine schöne Willkommensrede und viele der australischen Gastfamilien schwenkten australische Flaggen.
Danach wurden wir alle aufgerufen, um unsere Gastfamilien zu begrüßen und fuhren dann mit ihnen nach Hause.
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Am nächsten Morgen begann unser erster Schultag in Pambula. Wir waren begeistert von den Willkommensgrüßen auf deutsch und englisch, die überall an den Türen und Wänden zu finden waren und liebevoll von den Kindern des Colleges gestaltet wurden.
Alle Austauschschüler und ihre Partner trafen sich zunächst in der Bücherei, wo der Schuldirektor, Mr. Centra,  uns willkommen hieß. Wir bekamen unsere Stundenpläne und wurden einander vorgestellt. Nach einem kurzen Rundgang durch die Schule gingen wir mit unseren Austauschschülern in den Unterricht. Danach nahmen wir am regulären Unterricht unserer Partner teil.
Nach unserem ersten Tag hatten wir die Schule näher kennengelernt und einen sehr positiven Eindruck gewonnen.
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Der Unterricht im Lumen Christi Catholic College beginnt um 9:00 Uhr. Vor dem Unterricht gibt es noch ein 10-minütiges PC (pastoral care) Treffen. Dort wird die Anwesenheit kontrolliert und der Tagesablauf besprochen. Der Schultag hat nur 6 Unterrichtsstunden. Zwischen der 2. und 3. Stunde gibt es eine Pause (Recess) und zwischen der 4. und 5. Stunde ist Mittagspause (Lunch).
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Zum Beginn des Unterricht wird anstatt eines Schulgongs Musik gespielt und zwischen den Doppelstunden gibt es keine Pause.
Das College ist auch mit dem Kindergarten und der Grundschule verbunden. Außerdem wird der religiöse Bezug des Colleges deutlich.
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Die Schule endet täglich um 15:25 Uhr.
Danach verbringen wir alle eine tolle Zeit in unserer Gastfamilie!
Canan Bozkurt, Felice Hardensett, Maria Frenz

Kochen für 24…

Was macht man, wenn man nicht viel Geld hat?

Man kocht selbst!

Diese Erfahrung machten unsere Schülerinnen und Schüler in Sydney in der Jugendherberge. Das bedeutete natürlich auch, dass vorher eingekauft werden musste. Dazu gingen alle – als Übung – in den Supermarkt. Dort wurden Preise verglichen, Produkte ausgewählt, gelegentlich danach gegen etwas Anderes ausgetauscht.

Der Menüplan füllte schnell zwei große Einkaufswagen. Wir haben diese Aufgabe als Gruppe recht schnell gemeistert.

Nun mussten die Einkäufe nur noch nach Hause getragen werden und es musste gekocht werden. Die erste „Dinnergruppe“ war sehr gut organisiert und kochte wunderbare Spaghetti mit zwei unterschiedlichen Soßen. Der Salat war richtig lecker, nicht nur wegen des Parmesankäses „on top“.

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Morgens war eine andere Gruppe mit der „Lunchvorbereitung“ beschäftigt, und das noch vor dem Frühstück. Sie toasteten und belegten liebevoll Baguette mit Tomate und Mozzarella. Außerdem gab es noch kleine Süßigkeiten und einen gesunden Apfel.

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Sehr lecker!!!

Blue Mountains

Um 12.15 Uhr fuhr unser Zug von Sydney nach Katoomba, die Fahrt dauerte ca. 2 Stunden. Als wir ausstiegen, merkten wir sofort, dass Katoomba ein beliebtes Reiseziel für Touristen ist. Nicht nur auf dem Weg, sondern auch im Bus wimmelte es von Menschen.

Vom Bahnhof aus liefen wir ca. 30 Minuten zu einer großen Aussichtsplattform voller Menschen. Von dort hatte man einen fantastischen Ausblick über die „Blue Mountains“, außerdem konnte man die „Three sisters“ sehen, eine Felsformation von drei nebeneinander stehenden Felsblöcken.

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Meilenweit erstreckte sich der Busch durch das riesige Naturschutzgebiet/Weltnaturerbe. Die Blue Mountains haben ihren Namen dank der vielen Eukalyptusbäume, welche ätherische Öle freisetzen, die bei Tageslicht blau schimmern.
Wir begannen unsere Wanderung mit vielen steilen Treppenstufen, nach 841 Stufen (Angabe von Joshua Timmerhues) bergab, gelangten wir an einen Pfad mitten durch den Wald.

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Es war ein sehr schweißtreibender Marsch von ca. 2 Stunden, welcher uns die letzten Kräfte raubte. Kurz vor dem Ziel fragte uns sogar eine Frau, ob wir „Teilnehmer“ eines Bootcamps seien.

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Nachdem wir erneut gefühlte 5000 Stufen, diesmal bergauf, bewältigt hatten, wurden wir mit einem wunderschönen Blick auf einen Wasserfall und das Tal belohnt.

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Die Seilbahn wäre „langweilig“ gewesen im Vergleich zu unserer ereignisreichen Wanderung…

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Felice Hardensett und Corinna Wewer